Bäckereien

Wer es deftig mag...


Nicht selten zucken deutsche Reisende beim Anblick des griechischen Frühstückbüffets zusammen, schließlich besteht es wirklich nur aus Weißbrot, Butter, Naturjoghurt, Honig und einem einfachen griechischen Bauernsalat. Die als Zugeständnis an Touristen beigestellte Platte mit „Edamer Leder“ und einer undefinierbaren rosa Wurst ignoriert man bestenfalls. Wobei man sagen muss, dass der Joghurt mit Honig und auch der Salat sehr lecker sein können – aber jeden Tag muss das nicht sein.

Frühstück auf Griechisch


Sinnvoller ist es, stattdessen außerhalb des Hotels nach einer der berühmten griechischen Bäckereien zu suchen – sie sind gegen das magere Frühstücksangebot im Hotel ein wahres Schlaraffenland. Hier verheißen frischer tiropita (Quarkkuchen), reichhaltig und mit echter Salami belegte Baguettes, Pfannkuchen mit Loch und Cremefüllung oder spanakopita, eine Spinat-Feta-Quiche, den Frühstücks-Himmel auf Erden. Fast immer steht in der Ecke auch ein Kühlschrank mit „frappe“, eiskaltem Kaffee-Frappe zum selbstschütteln - lecker und erfrischend.
Beim Obsthändler nebenan gibt es leckere, gekühlte Wassermelone, Trauben und Erdbeeren. Fehlt nur noch ein schattiges Plätzchen – im Park vielleicht? Oder in einem Kafeneion - genau wie die Einheimischen, die dort bereits morgens um 9 Uhr Karten spielen? Zum bestellten „metrio kafes“ – einem Tässchen Kaffee mit einem Stück Zucker – schmeckt das Frühstück gleich nochmal so gut. Wenn man jetzt noch den Einheimischen etwas davon anbietet, hat man schon viel auf dem Weg zur Völkerverständigung geleistet.

Wasser und Wein


Ein schöner Brauch in griechischen Restaurants ist es, zur Begrüßung und besonders zu Wein einen Krug Wasser zu reichen. „Krasi“, der griechische Wein verdient zumindest am Abend einen näheren Blick, schließlich bietet ihn jede Taverne in gewisser Vielfalt an. Selbst an die „imiglyki“, halbtrockene Varianten des Hausweins darf man sich herantrauen - sie sind wesentlich besser als man denkt. Retsina, geharzte Weine, müssen nicht unbedingt sein, aber den Anis-Schnaps Ouzo sollte man unbedingt mal vor Ort probieren - am besten in Gesellschaft und mit Wasser vermischt.