Kaffee und Typisches
Typisches
Als Land mit Spitzengastronomie hat sich Ecuador bisher nicht unbedingt einen Namen gemacht. Was allerdings nicht heißt, dass die Küche Ecuadors nicht empfehlenswert wäre. Die „comida criolla“ bzw. „comida nacional“ ist eine interessante Melange aus bäuerlichen und indianischen Rezepten mit spanischen und nordamerikanischen Einflüssen.
Was ist „typisch Ecuador“?
Genauso wie sich das Land in vier ganz unterschiedliche Zonen einteilen lässt, existieren auch ganz unterschiedliche Gerichte, die typisch für die verschiedenen Regionen sind. Es ist daher gar nicht so einfach das typische Nationalgericht Ecuadors zu benennen (sieht man einmal von Meerschweinchen ab, die noch heute im Hochland verspeist werden).
Auf den Galápagos-Inseln und in der Region Costa dominieren Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten. Ganz typisch ist hier beispielsweise die Ceviche, eine kalte Meeresfrüchtesuppe, die Fisch, Garnelen, Muscheln oder eine Mischung aus allen dreien enthält.
Im Gegensatz zur Küste schwören die Bewohner der Sierra, der Bergregion, auf wärmende, nahrhafte Gerichte wie Locro. Dieser herzhafte, dicke Eintopf besteht im Wesentlichen aus Kartoffeln, Mais, Avocado und Käse. Abgewandelt werden kann dieses Gericht auch mit Fleisch (Rindfleisch oder Chorizo), Kürbis oder anderen Gemüsen. Sehr beliebt sind hier auch scharfe Gerichte und Fleischgerichte mit Erdnuss-Soße.
Einen absoluten Gegensatz dazu bietet die Region Oriente, die Regenwaldregion: Hier wachsen das ganze Jahr über unzählige Früchte, die als Dessert oder in Saftform einfach unvergleichlich gut schmecken.
Kaffeeland Ecuador
Bekannt ist Ecuador unter Feinschmeckern vor allem für seinen hervorragenden Kaffee. Der oftmals sogar biologisch-ökologisch angebaute Arabica aus Ecuador zeichnet sich durch einen milden Geschmack und intensiven Duft aus. Als ganz besonders empfehlenswert gilt der Kaffee aus Vilcabamba, einer Stadt im „Tal der Hundertjährigen“ im Süden des Landes. Eine regelrechte Rarität ist der Kaffee von den Galápagos-Inseln, der auf San Cristóbal angebaut wird.
In Ecuador selbst trinken immer mehr Menschen einfachen Instant-Kaffee. Insbesondere in der Hauptstadt Quito gibt es sie aber noch, die traditionellen Kaffeestuben, in denen der „essencia de café“ in kleinen silbernen Kännchen ausgeschenkt wird.

