Schweiz - eine kulinarische Reise
Eine kulinarische Reise in die Schweiz
Südlich von Deutschland liegt die 41.000 km² große Schweiz. Rund 50 % der Schweizer Landesfläche werden durch die Alpen bedeckt. Gerade im Winter finden einige Urlauber in das Alpenland um hier ihren Skiurlaub zu genießen. Dem Reisenden stehen in der Schweiz Ferienhäuser, -wohnungen, Hotels und auch Campingplätze zur Verfügung. Doch auch kulinarisch hat das kleine Land einiges zu bieten.
Bekannt ist die Schweiz kulinarisch als das Käseland überhaupt. Mit über 450 verschiedenen Käsesorten müsse man meinen, es sei Auswahl genug vorhanden, doch ständig werden neue Geschmacksrichtungen kreiert. So bietet die Schweizer Käseplatte sowohl milden, würzigen und geräucherten, als auch cremigen und harten Käse an.
Eine Wanderung der besonderen Art, ist eine Wanderung durch das Käseparadies der Alm. Hier können Urlauber häufig bei verschiedenen Schritte der Käseherstellung zusehen und das eine oder andere Stück Käse direkt in einer Käserei probieren.
Auch in der Küche wird Käse in der Schweiz eifrig benutzt. Ob zum Fondue oder auch zum Raclette – Käse wird in allen erdenklichen Gerichten untergebracht. Daher ist die Schweizer Küche generell sehr kalorienhaltig. Traditionelle Küche hat ihren Ursprung meist auf dem Land, da die Menschen hier für große Familien kochten und die Landbevölkerung eine breite Gesellschaftsschicht ausmachte. Um sich nach der harten Arbeit zu stärken, war eine reichhaltige Küche ein Muss.
Allgemein ist die Schweizer Küche, wie auch die anderer Länder, von vielen Einflüssen geprägt. Gerade die Gastarbeiter, die in die Schweiz kamen und in der Küche arbeiteten, steuerten ihren Teil dazu bei, dass die Schweizer Küche sich stetig weiterentwickelte und neue Akzente setzte. Ein bekanntes Beispiel sind die Schweizer Älplermagronen. Älplermagronen sind ein Schweizer Gericht, dass ursprünglich aus dem Schweizer Alpengebiet stammt. Die von italienischen Arbeitern mitgebrachte Pasta fand schnell Anklang bei der einheimischen Bevölkerung. So wurden sie bald nach Schweizer Art verfeinert: Sie wurden mit Kartoffeln zusammen gekocht, sodass die Teigwaren und die Kartoffeln weich gekocht waren. Anschließend wird Käse über das Gericht gegeben und das Ganze mit gerösteten Zwiebeln verfeinert. Als Beilage wird traditionell Apfelmus dazugegeben. Später ersetzten die Schweizer die italienische Hartweizenpasta durch eigene Pasta, die mit Ei und Weichweizenmehl hergestellt wurden, um aus dem Gericht ein echtes Schweizer Gericht zu machen.
Ein bekanntes Kartoffelgericht der Schweiz ist die Rösti. Es sieht ein wenig wie Kartoffelpuffer aus, hat aber einige Unterschiede. Rösti hat grobe bereits vorgekochte Kartoffelstreifen und wird entgegen des Puffers ohne Ei zubereitet. Der Effekt der größeren Streifen und des Verlusts des Ei ist ein nur aus Stärke gebundener trockener Fladen.
Hochprozentiges aus der Schweiz ist traditionell im „Luzerner Kafi“ zu erwarten. Die Schnaps-Kaffee-Spezialität stammt aus der Zeit, als ein Alkoholverbote die Gemüter erhitzten. Aufgrund von hohem Alkoholkonsum wurde Ende des 18. Jahrhunderts Alkoholkonsum in der Schweizer Region Entlebuch erhoben. Um die Polizei zu trügen, wurde der Schnaps in Kaffee „versteckt“. Der Kaffee hatte hierbei dann eine eher durchsichtig als trübe Konsistenz.
